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Schuld sind immer die Roten - oder Schwierigkeiten mit der Realität

Landtag

Romantische Kreisstadt Eisenberg

Die Landtagsabgeordneten Wolfgang Fiedler und Dr. Mario Voigt (CDU) wollen den "Schwarzen Peter" wieder der SPD anhängen. Keine Experimente lautet ihr Credo, damit alles so bleibt wie zu Kaisers Zeiten.

Bezug nehmend auf den OTZ-Artikel CDU-Abgeordneter Fiedler: Fusion mit SOK und Saalfeld-Rudolstadt ist "Irrsinn", ein Interview mit den MdL Herrn Fiedler und Herrn Dr. Voigt (CDU) aus der OTZ vom 02.02.13 bedarf es in einigen Punkten, aus Sicht der SPD, einer Richtigstellung.
Es mag ja ehrenhaft und ritterlich sein, wenn die CDU-Landtagsabgeordneten Herr Wolfgang Fiedler und Herr Dr. Mario Voigt für den Erhalt der Kreisstadt Eisenberg eintreten und sich entsprechend in Szene setzen. Aber weniger ehrenhaft und unverschämt ist es die SPD im Kreis zu beschimpfen und wieder das rote Gespenst aufzubauen. Das hilft nicht weiter. Statt gemeinsamen Bestrebungen zum Beispiel den Verbund mit Jena, wie er derzeitig auch von der SPD zum Thema ÖPNV und Schulen gesucht werden, will man sich den Schmutz von der weißen Weste reden.
Da kommt mir das Märchen von dem Wolf und den 7 Geißlein in den Sinn, wo der Herr Wolf(gang) Fiedler Kreide gefressen hat. Herr Fiedler wollte bei der letzten Gebietsreform 1994 das beschauliche Örtchen Stadtroda zur Kreishauptstadt machen und es ist der SPD-Fraktion im Landtag. zu verdanken, die dagegen stimmte, dass dies nicht so kam.
Er hat mit den CDU/FDP Bauern -Kreistagsfraktionen den Weggang des Archivs nach Camburg und des Gesundheitsamtes und des Amtes für Katastrophenschutz nach Stadtroda befürwortet, wohl wissend das ausgelagerte Standorte erhöhte Kosten verursachen und den Kreissitz schaden.
Es war die SPD-Fraktion im Eisenberger Stadtrat, die sich per Antrag für den Verbleib des Seniorenbüros in der Kreisstadt einsetzte und dabei in Gemeinsamkeit mit allen anderen Fraktionen dafür gekämpft hat, dass es in Eisenberg bleibt.
Der Antrag gegen die Verlegung der Polizeiinspektion von Eisenberg nach Stadtroda, war ebenso eine Initiative der SPD in Eisenberg, Sie organisierte eine Unterschriftensammlung und alle Fraktionen waren zu einem Termin beim Innenminister, um 1356 Unterschriften zu überreichen und unsere Position zu bekräftigen. MdL Herr Dr.Voigt entdeckte das Thema plötzlich für sich und erging sich in falsche Versprechen und versagte dabei. Er wohnt ja schließlich auch in Jena. Da Herr Fiedler den Sitz der Polizeiinspektion nach Stadtroda geholt hat, mag dafür sprechen, dass er sich für seine Region einsetzt, aber dem Erhalt der Kreisstadt Eisenberg hat er damit erneut einen Hieb versetzt.
So betrieben beide Mitglieder des Thüringer Landtages den Ausverkauf der Kreisstadt und schwächten somit den Landkreis.
Aber vielleicht haben sie doch tatsächlich Realitäten im Auge. Die CDU steht ja für konserative, also bewahrende Werte. Im Fall der Verwaltungs- und Gebietsreform sollte man sehenden Auges nicht die Asche, sondern das Feuer bewahren und das heißt für uns als SPD zu bedenken, dass jede Zeit ihre Antworten will und ich nicht auf thüringischen Kleinstaaten von 1918 beharre, als gewachsene Struktur aus der Kaiserzeit. Ob das noch zeitgemäß ist, wage ich zu bezweifeln.
Die sinkenden Einwohnerzahlen und fehlenden finanziellen Zuweisungen zwingen zum Handeln und nicht zum „Weiter so“. Stattdessen sollten unsere gewählten Landtagsabge-ordneten nicht andere Parteien beschimpfen, um sich gut zu verkaufen, sondern gemeinsam mit den anderen Parteien eine praktikable Lösung finden. Wir sollten uns von dem Märchen befreien, dass alles so bleibt wie es ist. Um es mit Worten des Herrn Gorbatschow von 1989 am Ende der DDR zu sagen: „Schwierigkeiten haben nur jene, die nicht auf die Zeichen der Zeit reagieren.“ Ich wäre dankbar dafür, wenn sich die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Herr Wolfgang Fiedler und Herr Dr. Mario Voigt konstruktiv einbringen und nicht Schuldige suchen, die nun wirklich nicht als solche zu nennen sind.
Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, Statt auf „die Roten“ zu schimpfen, sollte man sich auf Mögliches verständigen und etwas für die Region bewegen. Gemeinsam können wir mehr für den SHK erreichen!