Historie der SPD Eisenberg

Teil 8

Von der Gründung bis zum Vereinigungsparteitag 1946 Am 10. September 1900 gründete man den „Sozialdemokratischen Verein Eisenberg und Umgegend.“ Als ersten Vorsitzenden wählte man den Eisenberger Stadtrat Emil Böhme. Stellvertreter wurden Hermann Kleinsteuber und Schriftführer Heinrich Beermann. Die späte Gründung des Vereins resultierte aus dem Vereins- und Versammlungsrecht, welches das Kaiserreich den Herzogtümern übergeben hatte. Für Eisenberg bedeutete das, dass die polizeiliche Behörde die Erlaubnis erteilen musste. Frauen waren zu dieser Zeit generell für die Arbeit in Vereinen nicht zugelassen. Schon im August desselben Jahres hatte man den Arbeiter- Radfahrer- Verein „Frisch Auf“ gegründet. Sozialdemokraten wirkten auch im Gesangsverein „Lyra“ und in der „Freien Turnerschaft Eisenberg“ mit.

Die Reichstagswahlen 1903 im Herzogtum Sachsen/Altenburg brachten den Sozialisten 1.055 Stimmen und somit die absolute Mehrheit. Alle anderen Parteien kamen nur auf 684 Stimmen. Die Wahl wurde von der Regierung für ungültig erklärt und im April 1904 wiederholt. Durch bürgerliche Parteien wurde verhindert, dass die SPD wieder die absolute Mehrheit erreichte. Noch vor den Wahlen, am 24. April 1904, sprach August Bebel im „Altenburger Hof“.

Bei der Wahl am 29. April schaffte es dann der sozialdemokratische Kandidat Bruno Buchwald aus Altenburg mit 49% in den Reichstag. Im gleichen Jahr wurde in Eisenberg mit dem Bau der Herzog- Ernst- Schule (später Schillerschule) begonnen die man 1906 fertigstellte. Die 1. Mai Veranstaltung 1905 „eine große zahlreich besuchte Volksversammlung“ so der Polizeibericht, fand im Altenburger Hof statt. Im Zuge der Feier kam es zu Arbeitsniederlegungen. Im Juli streikten Gesellen der Firma Karl Liebold und im September traten die Etuiarbeiter in den Ausstand.

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