Historie der SPD Eisenberg

Teil 11

Zwei Tage vor der Unterzeichnung des Waffenstillstandes in Frankreich, am 9. November 1918, gründete sich in Eisenberg ein Arbeiter- und Soldatenrat. In der Gaststätte „Zur Sonne“ in der Friedrich Ebert Straße, befand sich der Treffpunkt. Emil Böhme wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Man rief zu einer Veranstaltung am 12. November in den „Altenburger Hof“ auf. Da der Menschenansturm zu groß war, verlegte man diese auf den Markt. Man setzte Kontrolleure im Bereich der Lebensmittelversorgung ein -Schutzmannschaft und Schützengesellschaft wurden die Waffen vorläufig eingezogen.

Der Bürgermeister wurde abgesetzt und eine Bürgerwehr gegründet. Am 13. November dankte der letzte regierende Herzog, Ernst II., von Sachsen/Altenburg ab. Eisenberg wurde dem Freistaat Sachsen/Altenburg angegliedert. Am 28. Dezember gründete man in der Gaststätte „Zur Gucke“ den Ortsverein der USPD. Emil Böhme nannte die Gründung eine Spaltung der Arbeiterklasse.

Im Januar 1919 fanden die Wahlen zur Nationalversammlung statt, bei der die SPD in Eisenberg 3.454 Stimmen (63,18%) erhielt. Am 23. März des Jahres löst sich der Arbeiter- und Soldatenrat, als Folge der Nationalversammlung auf. Im Januar 1920 wurde eine KPD- Ortsgruppe unter Leitung von Max Holzhauer gegründet. Dieser schlossen sich später viele Anhänger der USPD an.

Der am 13. März organisierte Putsch unter Führung von Wolfgang Kapp und General Walter Freiherr von Lüttwitz führte einen Tag später in Eisenberg zur Bildung eines Aktionsausschusses. Man gründete außerdem eine Arbeiterwehr. Die 1. Mai Veranstaltung der SPD, USPD und des Gewerkschaftskartells fand aufgrund der hohen Beteiligung auf dem Markt statt. Gleichzeitig wurde an diesem Tag das Land Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gegründet.

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