Historie der SPD Eisenberg

Teil 13

Noch bevor Adolf Hitler am 30. Januar 1930 zum Reichskanzler gewählt wurde, trat in Eisenberg der neue Stadtrat zusammen. Als Bürgermeister setzte man unter Anwesenheit der Thüringer Landespolizei den Nationalsozialisten Dr. Kosfeld ein. Am 31. Januar protestierten die KPD und SPD gegen die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler.

Bei den Reichstagswahlen im März schaffte es die NSDAP auf 43,9 % und SPD und KPD auf 30,6%. In Eisenberg konnten die beiden Arbeiterparteien 50,66% und die NSDAP nur 30,86% Prozent erreichen. Vom neuen Polizeichef der Stadt, Köhler (NSDAP) wurde im gleichen Monat der Große Brühl in Adolf Hitler Platz umbenannt. Ebenfalls im März verbot man per Notverordnung die parlamentarische Arbeit der KPD.

Am 2. Mai besetzten SS, SA und NSKK das Eisenberger Volkshaus (später FDGB Haus), Sitz des Gewerkschaftskartells der SPD. Objektleiter Paul Schmidt wurde abgesetzt, Gewerkschaftsgelder und Unterlagen eingezogen. Nachdem man Anfang Mai auch das gesamte Vermögen der SPD beschlagnahmt hatte, mussten die Partei auch ihre Mandate im Stadtrat niederlegen.

Am 23. Juni verbot Reichsminister Dr. Frick die SPD, trotzdem wurden weiterhin überall konspirative Treffen organisiert. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg. In Eisenberg wurde in dieser Zeit eine konspirative Parteiorganisation geschaffen. Kleine Gruppen versuchten durch illegale Aktionen eine Widerstandsbewegung gegen die Nazis zu etablieren.

Counter

Besucher:1075215
Heute:15
Online:1

Wer ist Online

Jetzt sind 1 User online