Historie der SPD Eisenberg

Teil 14

Durch die Verhaftung Georg Kunzes und seinen Tod im Gefängnis nahm die Bewegung ein jähes Ende. Die Repressalien gegen die Kommunisten erreichten ihren Höhepunkt nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Viele, auch Eisenberger wurden eingesperrt oder in das KZ Buchenwald verschleppt. Wie auch schon der 1. Weltkrieg kostete dieser Krieg vielen Eisenbergern das Leben. Die Infrastruktur und alle lebenswichtigen Versorgungseinrichtungen in Deutschland waren 1945 durch die Bombardierung der alliierten Luftwaffe und andere Kriegseinwirkungen zerstört.

Zudem kamen auch in Eisenberg hunderte heimatlose Deutsche aus den Ostgebieten um eine neue Heimat zu finden. Hunger, Krankheiten und Angst vor der Zukunft machten das Leben nicht leichter. Schon am 29. Juli 1945 kam es zur Wiedergründung der SPD Ortsgruppe Eisenberg. Von ca. 50 Anwesenden im Gasthaus „Brühl“ traten 40 Personen der neu gegründeten Ortsgruppe bei. Am 13. März 1946 wurde bei einer Mitgliederversammlung über die Vereinigung der beiden Arbeiterparteien SPD und KPD beraten. Rund 180 Teilnehmer stimmten dem Zusammenschluss zu.

Am 7. April 1946 schlossen sich SPD und KPD in Gotha zur SED Landesorganisation zusammen. Mehrheitlich, auch von den Eisenberger Sozialdemokraten, wurde diesem Zusammenschluss zugestimmt. Mit dem Vereinigungsparteitag am 21. und 22. April des gleichen Jahres in Berlin, wurde die Zwangsvereinigung unter Druck der sowjetischen Besatzungsmacht besiegelt.

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