Kaiser besucht BAMF-Außenstelle Jena/Hermsdorf

Veröffentlicht am 05.06.2018 in Allgemein

Elisabeth Kaiser, MdB (Foto: Susie Knoll)

Am 30. Mai 2018 besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser, die Mitglied im Innenausschuss ist, die Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Hermsdorf, um sich vor Ort ein Bild über die Arbeit des Bundesamtes am Ostthüringer Standort zu machen. Die erfahrene Leiterin der Außenstelle Jena/Hermsdorf, Silvana Günther, führte Elisabeth Kaiser persönlich durch das Objekt und ermöglichte es der Abgeordneten, mit den Beschäftigten der einzelnen Bereiche ins Gespräch zu kommen.

„Durch die nun bekannt gewordenen Vorfälle in Bremen leidet die Reputation der Behörde enorm. So ernst die Geschehnisse in Bremen auch zu nehmen und aufzuklären sind, in Hermsdorf leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAMF-Außenstelle beinahe Übermenschliches. Der Standort Jena/Hermsdorf hat bundesweit einen guten Ruf“, betont Kaiser.

Es freute Elisabeth Kaiser, zu hören, dass das Know How einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Hermsdorf für Sonderaufgaben von der Zentrale in Berlin oder anderen Außenstellen in Anspruch genommen wird. Allerdings erschwere dies wiederum die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort. „Noch immer fehlt es an ausreichend gut geschultem Personal“, stellt Kaiser nach ihrem Besuch fest. Insbesondere in den Bereichen Integration und Prozessbearbeitung mache sich das bemerkbar. „Momentan fangen die gut qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen fehlende Personalressourcen in Hermsdorf ab. Das darf aber kein Dauerzustand sein. Wenn uns am Erfolg der Integration und am Abbau vom Ressentiments gegenüber Ausländern gelegen ist, müssen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen“, so Kaiser.

Problematisch sieht Kaiser die Einstellungspraxis des BAMF. „Mit befristeten und mäßig bezahlten, aber dennoch äußerst anspruchsvollen Jobs mit großer Verantwortung ist das Bundesamt als Arbeitgeber wenig attraktiv. Auch hier gilt es, sachgrundlose Befristungen rigoros abzubauen und die Bezahlung dem freien Arbeitsmarkt anzupassen. Wenn ich Volljuristen mit erstem und zweiten Staatsexamen benötige, muss ich auch die angemessene Entlohnung sicherstellen“, zeigt sich die SPD-Bundestagsabgeordnete überzeugt. Bei aller Notwendigkeit für mehr Personal sollte aber auch bei Neueinstellungen auf Erfahrung geachtet werden. Zeugnisnoten und akademischer Grad könnten langjährige Erfahrung und damit einhergehende Qualifizierung nicht ersetzen. Hier brauche es mehr Flexibilität.

Mit Blick nach Berlin sagt Kaiser: „Ich bin nun gespannt, welche Maßnahmen der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer anstrebt, um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Qualität der Asylentscheide an allen Standorten zu gewährleisten. Es wäre sicher nicht verkehrt, die gesamte Behörden- und Personalstruktur unter die Lupe zu nehmen, um die Arbeitsweise und Personalstruktur der aktuellen Situation anzupassen“, fordert Kaiser. Sie ergänzt: „Bevor Seehofer über Ankerzentren spricht, sollte er diese grundlegenden organisatorischen Fragen erst einmal klären.“

 

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