Thüringer Erstaufnahmestellen erhalten Bälle, Tischtennisplatten und Zubehör

Veröffentlicht am 15.07.2015 in Allgemein

Helle Freude bei den Kindern. Matthias Hey übergibt das Tischtenniszubehör. (Bild: SPD-Fraktion)

Kaum ein Thema beherrscht die politische Debatte so sehr wie die ansteigende Zahl an Flüchtlingen, die nach Europa kommen. Leider wird die Diskussion oft verzerrt – es wird betont, was den Deutschen „hergeben“ sollen, seien es Turnhallen, alte Schulgebäude oder andere leerstehende Immobilien und eben auch finanzielle Mittel zur Unterbringung und Versorgung. Keine oder kaum eine Erwähnung findet, was die Menschen, die gar nichts haben, die traumatisiert und verzweifelt ihre Heimat verlassen, brauchen.

Um ein Zeichen für mehr Menschlichkeit und Solidarität zu setzen, sammelte die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag und überraschte gemeinsam mit dem Schlotheimer Unternehmen für Sportgeräte SPONETA die Erstaufnahmeeinrichtungen in Suhl und Eisenberg. Beide Einrichtungen freuten sich am heutigen Montag über jeweils eine Tischtennisplatte aus dem Hause SPONETA. Für das dazugehörige Equipment, bestehend aus Schlägern und Bällen sowie je ein Ballnetz mit Fußbällen, sorgte die SPD-Landtagsfraktion.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Frank Roßner, bedankt sich für die Spende. „Ein schönes Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements. Ich freue mich, dass mit den neuen Geräten eine Freizeitmöglichkeit geboten wird, die die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung ganz bestimmt dankbar annehmen werden.“

„Menschen, die in Deutschland Asylanträge stellen, streben meist einen längeren und nicht nur vorübergehenden Aufenthalt an. Krieg, Vertreibung oder lebensbedrohliche Zustände in ihrem Heimatland lassen den Betroffenen oft keine Wahl. Bewegungen wie Pegida oder Thügida versuchen, sich darüber zu profilieren. Sie erzählen den Bürgerinnen und Bürgern, dass ihnen etwas weggenommen werde – die Mehrheitsgesellschaft „abgewertet“ werde, weil sich eine Minderheit in den Vordergrund drängle. Doch ist das wirklich so? Wohl kaum, oder kann irgendjemand behaupten, dadurch auf staatliche Unterstützungsleistung verzichten zu müssen? Flüchtlinge hingegen, müssen ohne jegliches Hab und Gut  mit Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen auf engstem Raum leben. Klar, dass das nicht einfach ist und zu Konflikten führen kann. Uns selbst würde das auch nicht so leicht fallen. Im gemeinsamen Spiel und sportlichem Zeitvertreib, lassen sich viele Hemmungen und Ängste jedoch überwinden. Dazu soll unsere Spende beitragen“, erläutert Matthias Hey Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und betont: „Wir wollen mit diesem kleinen Präsent nicht nur den Geflüchteten eine kleine Freude bereiten, sondern auch darauf aufmerksam machen, dass jeder helfen kann.“
An der Übergabe in Eisenberg nahmen auch Irene Schlotter, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag, und Ingo Lippert, Bürgermeister der Kreisstadt teil.

 

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